Dies ist alles andere als sinnvoll, da die Welpen Dinge lernen, die im Laufe des Lebens mit unter zu Problemen führen können!

Durch das Sehen der anderen Welpen und das sofortige Spiel lernt der Welpe von Anfang an: Andere Hund bedeuten Spiel. Darf der Welpe dann auch im Alltag immer wieder sofort spielen, entsteht diese fatale Verknüpfung. Was passiert nun aber, wenn man einmal keine Zeit hat oder das andere Hunde-Mensch-Team nicht am Spiel interessiert ist und wir einfach weiter gehen? Oder wenn später auf dem Hundeplatz das Spiel nicht mehr gewünscht ist? Je öfter der Hund diese unumgängliche Erfahrung macht, umso mehr Frustration kann sich anstauen. Durch Frustration kann jedoch unerwünschtes Aggressionsverhalten entstehen, was durch unabsichtliches Einwirken des Menschen durch das ziehen an der Leine usw. verstärkt wird. Der Welpe sollte von Anfang an über positive Verstärkung lernen, dass es nicht zu jedem anderen Hund hingehen kann, dass dies aber durchaus lohnend und positiv ist.

Auch in der Welpenspielstunde sollten die Kleinen nicht sofort aufeinander losgelassen werden. Vor dem Spiel sollten die Welpen entspannt werden. Nach einem kurzen Spiel sollte wieder eine Entspannungspause folgen. So wird das Umschalten zwischen Aufregung und Entspannung geübt, welches sehr wichtig für den Alltag ist. Durch die Entspannungspausen bleibt das Erregungsniveau auch im Spiel niedriger und der Welpe wird nicht gestresst aus der Situation „Spiel mit anderen Welpen“ gehen, sondern entspannt und locker. Steigt das Erregungsniveau der Welpen während des Spiels kann mit dem Entspannungswort gearbeitet werden. Entspannen kann der Hund durch Massage, aber auch durch Leckerlisuchspiele. Sollte der Welpe die Nähe oder Sicherheit seines Menschen suchen, dann geben sie ihm diese! Die Interaktion zwischen Hund-Mensch sollte im Vordergrund stehen mit kurzen Spielsequenzen. Die Hundetrainerin sollte die Freizeit der Welpen nutzen um den Menschenschülern die Körpersprache der Hunde näher zu bringen.
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