Bis in die dreissiger Jahre fielen immer wieder Schäferhunde mit weisser Farbe, welche auch ins Zuchtbuch eingetragen wurden.

Das Jahr 1933 war weltgeschichtlich ein bedeutendes Jahr.
Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Paul von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler: Dies markierte das Ende der Weimarer Republik und den Beginn der Diktatur des Nationalsozialismus.
Es war aber auch ein bedeutendes Jahr für den weissen Schäferhund, denn in diesem Jahr änderte der SV seinen Standard und schloss die Farbe weiss als Fehlfarbe aus, nachdem sie in den Jahren davor immer mehr ausgegrenzt wurde und nur noch bei den langhaarigen (ein Haartyp, welcher später auch aus dem Standard gestrichen und erst seit diesem Jahr wieder zugelassen ist) toleriert wurden. Dies führte dazu, dass weisse Welpen, welche natürlich weiter geboren wurden, ausgemerzt wurden und es in Europa (mit wenige Ausnahmen in England) schon bald keine weissen Schäferhunde mehr gab.
Zum Glück gab es jedoch in USA und Canada Liebhaber dieses Farbschlags, welche diese Hunde weiter züchteten.
Ursprung dieser Hunde waren einige der besten Zuchttiere aus dem Könighaus der Habsburger und Hohenzollern, welche von der Amerikanerin Ann Tracy, die Beziehungen zu den Könighäusern hatten, in die USA importiert wurden.
Auch in den Spezialvereinen in Amerika wurden die Weissen teilweise verboten, nur waren sie dort hartnäckiger und es wurde sogar ein „Verein zum Schutz und zur Weiterzucht des weissen Schäferhundes“ gegründet. So konnten die weissen Schäferhunde in Canada und USA überleben, was auch im früheren Namen „Amerikainscher, Canadischer Schäferhund“ zu sehen ist.
Dank dieser gezielten Weiterzucht in Amerika und Kanada entwickelte sich der Weisse Schäferhund allmählich zu einer eigenständigen Rasse.
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